Top-Themen im Heft
Das war zu lesen: Junge Hüpfer mit 55
Spaßfaktor in der Rostfrei-Sportgruppe – aus DU&ICH Dezember 2009/Januar 2010
Laszlo, Trainer von Rostfrei, www.vorspiel-berlin.de (Foto: Tanja Schnitzler)
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„Sie sind Vorbilder für mich”: Laszlo ist seit 15 Jahren Trainer der schwulen Sportgruppe Rostfrei:
DU&ICH: Laszlo, du trainierst „Rostfrei“ seit 15 Jahren. Ist das schwule Sporttreiben freier oder verklemmter gegenüber früher?
Laszlo: Auf diese Gruppe bezogen, auf jeden Fall freier. Früher kamen die Leute an und waren die Drama-Queen und Ultratunte. Man merkte, da öffnet sich ein Ventil. Das hat abgenommen hinsichtlich einer größeren schwulen Selbstverständlichkeit. Wenn sie von der U-Bahn kommen, haken sie sich gegenseitig ein. Jemand, der jetzt 70 Jahre alt ist, hat noch Unterdrückung erlebt. Dass sie sich jetzt trauen, einen Mann öffentlich in den Arm zu nehmen, ist für diese Generation nicht selbstverständlich.
Gab es schon Liebesbeziehungen in der Gruppe?
Ja, mehr als eine. Und die sind auch stabil. Ein Paar, das sich bei „Rostfrei“ kennen gelernt hat, ist schon sechs Jahre zusammen.
Beobachtest du hier eine andere Stimmung als in den übrigen schwulen Sportgruppen?
Die Tendenz ist die gleiche, die Leute kommen, weil sie hier die soziale Gruppe finden. Das ist bei „Rostfrei“ nur ausgeprägter. Sie erkennen die Notwendigkeit mehr. Wenn jemand krank ist, wird berichtet, wie es ihm geht. Ich glaube, die soziale Verantwortung wächst mit dem Alter. Ich wünsche mir, dass ich, wenn ich 70 bin, auch so eine Gruppe habe. Sie sind wirklich Vorbilder für mich.
Interview: ewe
Ein Porträt der agilen Sportgruppe und ihrer Mitglieder ist in der aktuellen DU&ICH Dezember/Januar zu lesen! Ob das die eigenen guten Vorsätze („mehr Sport!“) fürs nächste Jahr bestärken kann ...!?







