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DU&ICH Juni/Juli 2010: Die Boys von Kapstadt
Überleben, Schwul-Sein, von Europa träumen: wie kommen junge Schwule in Kapstadt zurecht? – Die Reportage im Heft
Fotos: southafrica.netThema verpasst? Hier in der Backlist kannst du die DU&ICH-Ausgabe bestellen!
Morgens um halb vier Uhr wird es eng für Samuel*. Noch kreisen die Hüften junger Männer wild zu Pitbulls „Meet Me in the Hotel Room“ auf der engen Tanzfläche der Schwulendisco „Bronx“. Zu Samuel aber hat das heute Abend noch keiner gesagt – und in einer halben Stunde geht schon das Putzlicht an. Das Sammeltaxi nach Hause kostet ihn (umgerechnet) fünf Euro, die er nicht hat. Und das Lächeln fällt ihm immer schwerer.
Sam ist kein Stricher. Der hübsche Junge mit den edlen Gesichtszügen, der je drei Schmucknarben auf den hochstehenden Wangen trägt, macht eine Ausbildung zum Kellner in einem noblen asiatischen Restaurant im Herzen Kapstadts. Pro Schicht verdient er 8 Euro, Trinkgeld für Lehrlinge ist selten. Eigentlich lebt der 19-Jährige mit einer Tante und ihrer Tochter in der Township Mfuleni hinter dem Flughafen, rund zwanzig Kilometer vom Zentrum entfernt. Allein der Weg zur Arbeit und zurück mit dem Sammeltaxi kostet ihn mehr, als er verdient. Wie soll das gehen?
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Mehr über die schwule Szene in Kapstadt, die Probleme aber auch das wachsende Selbstbewusstsein von jungen schwulen Südafrikanern in der aktuellen DU&ICH Juni/Juli – passend zur WM außerdem ein Sport Special im Heft







