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Untergrund pur

 

Schöner kommen in Berlin: Zum fünften HustlaBall am 19. Oktober reise Feierwütige aus aller Welt an. DU&ICH präsentiert das große Sex-Event

Unica! Questa festa è unica!“ – Frances - co ist begeistert. Es naht der Oktober und damit die Party, die ihn so sehr erregt und verzückt. Es folgen Worttiraden, denen ich nicht mehr folgen kann. Dass dieses Fest einmalig ist, das habe ich noch verstanden, aber was er dann über den HustlaBall Berlin sagt, dafür reichen meine Italienischkenntnisse nicht aus und ich muss ihn bitten, ins Englische zu wechseln. Da klingen seine Lobeshymnen zwar nicht mehr so temperamentvoll, aber dafür verstehe ich sie immerhin.
„Diese Party ist absolut der Hammer. Ich habe nirgends so eine Mischung aus ausgelassener Partystimmung und verruchter Atmo sphäre mit so vielen wunderschönen Jungs gesehen.“ Und Francesco hat schon einiges erlebt. Da der 36-jährige Römer in der Tourismusbranche arbeitet, kommt er preiswert an Flüge und Hotels und das nutzt er aus. Ob La Démence in Brüssel oder TripleX in Amsterdam, ob Ledertreffen in Hamburg (noch auf der Cap San Diego) oder die White Party in Miami: fast keine Party ohne Francesco. „Party ist mein Hobby, und der HustlaBall in Europas Partystadt Nummer eins ist mein Lieblingsevent. Mann, ihr Deutschen könnt feiern!“
Der HustlaBall ist eine der internationalsten schwulen Partys, die das Jahr über in der Hauptstadt stattfinden. Aus aller Herren Länder kommen Feierwütige. Das Besondere an dieser Party sind die vielen professionellen Sex-Worker. Es kommen die Männer, die es sonst nur auf DVD gibt und sonst nur für teuer Geld. Pornodarsteller und Go-gos, Escorts und Wesen dazwischen, Paradiesvögel und Gestal ten der Nacht. Alles ist erlaubt und alle haben viel Spaß dabei, sich darzustellen, haben auf der Bühne oder in der Menge Sex, genießen das Bad mitten unter ihren Fans.
Das Publikum ist nicht weniger gemischt: Vom Studenten bis hin zum spießigen Angestellten, vom toughen Geschäftsmann bis zum harten Handwerker sind alle vertreten und haben nur eines im Sinn, nämlich ordentlich die Sau rauszulassen. Kein Wunder also, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, jeder Fetisch ist vertreten und jedes Tierchen findet mit Sicherheit sein Pläsierchen.





Mehr als eine Wichsvorlage

 

Filme, Debatten, Workshops, Kunst und – Leggings: DU&ICH präsentiert das 2. Pornfilmfestival Berlin vom 24. bis 28. Oktober

Wenn Vorträge gehalten werden, wenn Menschen mit offenem Mund erregt auf die Leinwand gucken, wenn Kunstinteressierte sich Werke anschauen unter anderem vom Ono Ludwig, Rinaldo Hopf und Kingdome 19, wenn Partygäste und Nachteulen abhotten zu rhythmischen Klängen, aufgelegt zum Beispiel von Vaginal Davis, Prinzessin von Ho!henzollern von Hollywood, dann kann das nur das Pornfilmfestival Berlin sein. Vom 24. bis 28. Oktober findet es zum zweiten Mal statt und versammelt alles rund um das Thema Porno. DU&ICH präsentiert das Ereignis!
Porno? Ist das nicht die Sorte von Film, bei der mehr oder weniger inspirierend Geschlechtsverkehr gezeigt wird? Längst nicht mehr! Pornografie ist mehr. Sie kann spannend, witzig, erschreckend, beängstigend, schamlos und sogar sexy sein. Sie ist irgendwie alles und manchmal findet sie nicht mal Platz auf einer runden, glitzernden Scheibe, sondern braucht ein ganzes Festival als Forum. Kurator Jürgen Brüning sagt: „Die Filme, Vorträge, Workshops, Ausstellungen und Performances, die auf dem Festival gezeigt werden, sind nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Wichsvorlage zu betrachten. Pornografisch werden alle Sinne angesprochen.“ Pornografie wird auf diesem Festival neu definiert. Kurator Brüning: „Pornografie ist Hunger, Krieg, Bush etc. Wir zeigen unterschiedliche Arten von Herangehensweisen im Film, Performances und geben weitere Infos in Vorträgen und Workshops, die die Zuschauer und Zuschauerinnen befriedigen. Manchmal besser oder schlechter gelungen. Dies kann das Publikum für sich selber entscheiden. Um aber zu entscheiden, was gut oder schlecht ist, müssen sie sich erst mal was anschauen. So viel und so oft wie möglich.“ Das klingt zwar etwas verkopft und ...

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