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Fashion-Blog Annemarie Gassen
Foto: Nadja Brendel
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- Fashion-Blog Annemarie Gassen 24. Januar 2010, 14:58 Uhrvon Annemarie GassenBBB - Das ResümeeNach drei Tagen Bread & Butter kann ich folgendes zusammenfassend sagen:Zur Vorbereitung auf den nächsten Winter,zieh ich mir ein paar alte Spaghetti-Western rein,heule zu Brokeback Mountain und spiele mit meinen virtuellen Freunden ein bisschen Farmville bei Facebook. Ist der Winter dann da, hol ich das Bärenfell aus dem Keller, lege es vor meinen Kamin im Wohnzimmer und treibe es die ganze Nacht lang wild darauf, während im Hintergrund Johnny Cash läuft. Yeehaw! Klingt etwas kryptisch, bedeutet aber auf die kommenden Wintertrends übertragen,folgendes: Vintageprodukte und Workwear-Einflüsse bleiben,sowie Einflüsse aus der Rock- und Bikermode.Behandeltes Leder, Holzfällerhemden(William Rast, Diesel, True Religion…),Used-und Dirteffekte im Denim, gemäßigte Destroyed-Effekte, schmale Passformen, aber auch Antifit wie bei G-Star zum Beispiel. Jeanshemden, grobgestrickte Cardigans und Parka. Der Dufflecoat kehrt ebenfalls zurück, sowie Jacken im Schnitt der Militärs- bzw. Offiziersmode. In diesen unruhigen, bewegten Zeiten kehren Marken zu ihren Wurzeln zurück, vor allem in der Denimindustrie. Nächsten Winter gibt es zwar nicht viel neues zu entdecken, aber wir machen eine beruhigende Zeitreise vom wilden Westen, zur rebellischen Jugend bis in die 68er. Filme wie „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, „Brokeback Mountain“, „Easy Rider“ und „Der Baader Meinhof Komplex“, Countrymusik und Rock gehören zum Pflichtprogramm. Dein Kommentar
- Fashion-Blog Annemarie Gassen 22. Januar 2010, 20:34 Uhrvon Annemarie GassenBBB Tag 3 – Homeless Disesel Boys„We need money for a new house, otherwise we will be homeless by tonight.” Eigentlich hab ich ja eine sehr soziale Ader, aber moment…ich befinde mich nicht in irgendeiner zwielichtigen Ecke einer amerikanischen Großstadt, sondern auf der Bread & Butter in Berlin. Und vor mir stehen auch nicht zwei Obdachlose, sondern zwei äußerst heiße Models. Nur mit Shorts und einem grob gestrickten Cardigan bekleidet. Die Besucher denken bei diesem Anblick ganz und gar nicht daran, den Geldbeutel zu zücken, bieten ihnen aber mit Sicherheit gerne ein Dach über dem Kopf oder ein Plätzchen zum Schlafen an, denn wer möchte nicht einen von diesen Homeless Diesel Boys bei sich aufnehmen und wenn es nur für eine Nacht ist. Am Fenster des Trailers steht außerdem „Come on in. We´re having an intimate party.” Aber Hallo, wenn das keine Einladung ist!Dein Kommentar
- Fashion-Blog Annemarie Gassen 22. Januar 2010, 00:18 Uhrvon Annemarie GassenBBB, 2. Tag – G-Star Raw Fashion ShowErinnert ihr euch an die Helden eurer Kindheit? Die Geschichten von eifrigen Detektiven, von Seefahrern, die die Welt bereisen und tapferen Soldaten? Bei der Fashion Show von G-Star Raw heute laufen genau diese Figuren über den Laufsteg und bringen meine Kindheitsträume zurück. Zumindest, solange sich nicht gerade einer dieser rücksichtslosen Riesen vor mir aufbaut. Warum haben große Leute eigentlich immer den Drang, sich in die erste Reihe zu stellen? Für diesen Moment wünschte ich mir meine High Heels von gestern zurück…Angefeuert von der rohen Energie dieser Show, kämpfe ich mir den Weg nach vorn. Vorbei an zwei nicht ganz so kleinen Italienern vor mir, sehe ich Sherlock Holmes auf dem Catwalk auf mich zulaufen, die Pfeife im Mundwinkel. Dahinter folgt ihm ein Seemann, eine übergroße Lupe um den Hals hängend, um die Karte zur nächsten Schatzinsel zu lesen. Ihm folgen immer mehr Seefahrer mit gelben und blauen Kurzmänteln und Cabanjacken. Ich spüre förmlich das Salz auf meiner Zunge und den Wind in mein Gesicht peitschen. Die gedeckte Winterfarbskala, die bei G-Star an der Tagesordnung liegt, wird von ein paar farbigen Highlights, in Form von kanariengelben und cobalt-blauen Fischerhosen und Overalls, durchbrochen. Ich würde am liebsten sofort auf dem nächsten Schiff anheuern, aber wie das mit Fashion Shows so ist, irgendwann geht das Licht wieder an und der Traum, der gerade noch so greifbar war, verblasst allmählich. Zurück in der Messehalle, läuft uns Little „Ochsenknecht“ über den Weg. Ich hätte ihn fast nicht erkannt, mit seinen ausgetretenen, verwaschenen Sneakers. Die linke Kopfhälfte auf 3mm abrasiert, die andere Seite fast schulterlanges blondes Haar. „Little Ochsenknecht ist jetzt also Punk… Seit wann?“ fragt meine Begleiterin. „Seit ner Woche“. Da sind wir also wieder in der Realität, in der pubertierende Promisprösslinge innerhalb weniger Tage von einer Subkultur zur andern hüpfen, nur um ihren Eltern auf den Keks zu gehen. Da bleib ich doch lieber bei meinen Träumen von Seebären und Soldaten, von Fischern und Detektiven.Dein Kommentar
- Fashion-Blog Annemarie Gassen 21. Januar 2010, 16:08 Uhrvon Annemarie GassenFashion überall in der Hauptstadt – hier was zu gucken!kein Flash-Player installiert...
Neben der Fashion Week und den Modemessen reiht sich noch ein drittes Großereignis in den Berliner Modereigen ein, die Michalsky Stylenite. Bekannt für seine außergewöhnlichen Shows in spektakulären Locations, hat sich Michael Michalsky auch diese Saison wieder etwas Besonderes ausgedacht und lädt zu einem ganz neuen Eventkonzept in den Friedrichstadtpalast ein. Die Veranstaltung soll „als Plattform für Austausch und Diskussion, für Gespräche, Kontakte und Nähe zum Produkt“ dienen. Neben Michalskys eigener Show sind die international anerkannten Labels „Lala Berlin“ und „Kaviar Gauche“ zu sehen. Für das Rahmenprogramm steht unter anderem die New Romantics Gruppe „Spandau Ballet“ auf dem Plan. Damit nicht nur das geladene Fachpublikum etwas davon hat, wird die Michalsky-Show erstmals live im Internet übertragen.
Stylenite, 22.1., Friedrichstadtpalast
Videohinweis: Eindrücke von der letzten Michalsky-Show im Friedrichstadtpalast.Dein Kommentar - Fashion-Blog Annemarie Gassen 21. Januar 2010, 00:15 Uhrvon Annemarie GassenBread & Butter - The Original Tag IDie BBB ist DIE Modemesse für Urban- und Streetwear in Europa. Sie zieht Händler aus aller Welt an, die auf der Suche nach den Trends für den nächsten Winter sind. Das Motto der diesjährigen BBB lautet: „The Original“. Authentisch ist das Schlagwort, das aus jeder Ecke widerhallt: nicht verkleidet, glaubwürdig sein, lautet die Devise. Die Besucher, vorwiegend Einkäufer stehen zu dem, was sie tragen. Warum die Aussteller sich trotzdem noch dazu genötigt fühlen, Models für ihre Stände zu beauftragen, weiß der Teufel. Denn die Leute, die wirklich das Lebensgefühl der Marken wiederspiegeln, sind die Besucher und natürlich die Aussteller selbst. Sie sind die eigentlichen Gesichter der Brands. Ein bisschen mehr Authentizität hätte ich mir selbst auch gönnen können, ich lauf hier nämlich ein Gebiet von 5000 qm in 10 cm High Heels ab. Aber das heutige Styling ließ einfach keine anderen Schuhe zu. Die erste Stunde fühle ich mich noch wahnsinnig glamourös, die zweite Stunde denke ich „Verdammt, ich bin ja so sexy“ und danach verfluche ich jeden, der mir in flachen Schuhen vor der Nase rumläuft. Meine Kollegin, die um 14 Uhr eintraf, schmeißt um 15 Uhr das Handtuch, sucht via I-Phone den nächsten Converse Shop in Berlin auf und schreibt dann eine sms. „Bin im Hotel, komme morgen wieder, mit authentischen Schuhen.“ Ich laufe tapfer weiter in Richtung L.O.C.K. Area. Hier sind ausschließlich handwerklich orientierte und nachhaltige Marken vertreten. Dazu gehört zum Beispiel „Dayton Boots“. Die in Vancouver, ausschließlich in Handarbeit hergestellten Boots haben lebenslange Garantie. Der deutsche CEO aus Hamburg trägt sie selbst und während er mir so davon erzählt, wie bequem diese Schuhe doch sind, stelle ich mir vor, wie ich in einem unbeobachteten Moment mit ein paar Dayton`s unterm Arm wegrenne, denn ich selbst trage seit mittlerweile sechs Stunden High Heels.Am Ende des Abends brennen meine Füße so sehr, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als eine kühle Dusche und eine ausgiebige Fußmassage. Aber zwischen mir und diesem Traum steht noch die Garderobe, die auch ganz „Original“ total überfüllt ist. Meine Begleitung, der ich die Garderobenmarken in die Hand gedrückt habe, kommt nach einer halben Stunde erschöpft mit Mänteln und Taschen zurück: „ Ich hoffe, das ist jetzt deine Tasche…“ „Nein, aber egal, lass uns gehen.“ Dein Kommentar
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