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„Vorübergehend unsterblich“: Neue Lyrik von Mario Wirz
PromoDU&ICH 3.9.2010 • Wer schreibt denn heute noch Lyrik, schwule dazu? Wobei das nichts weiter zur Sache tut. Denn die kurzen Gedichte von Mario Wirz sind universell. Weil sie vom Leben handeln und dem Gegenpart und der Angst davor. Und dem Wunsch, unsterblich zu sein: „… bleibt / unser Traum / Bleiben“. Wer wünscht sich das nicht, trotz „Arthrose und Krampfadern / in beiden Beinen / aber draufgängerisch / als könnten wir dem Lauf / der Zeit trotzen …“
Die kleinen Lyrikperlen spenden Trost, wenn sie vom „Restleben“ in unserer „fleischlichen Festung“ fabulieren, wenn sie von Narben, Hoffnung oder halbnackten Bauarbeitern auf dem Gerüst vorm Schlafzimmer erzählen. Große Kunst! Und schön, dass der Mann „immer noch Rosinen im Kopf“ hat. Dafür sei ihm, hier ganz in seinem Element, gedankt: „Im Schlaf der Erde / träumt das Feuer / vom Wasser / weiß ich / immer schon / Luftbild / verschwinde ich / erscheine ich / anders.“ (ah)
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