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Schwuler Beauty-Fachmann auf der RTL-Farm in Norwegen

Tobias tat das Farmleben im Auftrag von RTL gut. Diesen Sonntag ist er ausführlicher in der TV-Show zu sehen. (Foto: RTL)

DU&ICH 5.2.2010 • Zwölf Kandidaten, eine heruntergekommene Farm im wilden Norwegen, und das alles sonntags bei RTL. Seit Ende Januar läuft dort „Die Farm” – eine Show, bei der dir zwölf Teilnehmer versuchen müssen, die alte Farm wieder auf Vordermann zu bringen. Am Ende, nach insgesamt zehn Wochen, kann der „Farmer des Jahres” 50.000 Euro mit nach Hause nehmen.

Mit dabei in der Sendung, die die besten Elemente aus der Dschungelshow und Survivor miteinander vereint, ist auch der schwule Berliner Tobias. Für den attraktiven 22-jährigen, der zurzeit eine Ausbildung zum Fachmann für Beauty und Wellness macht, eine echte Herausforderung. Doch nicht wegen Spinnen, anderer tierischer Mitbewohner oder dem Essen, dass sich die Jungs und Mädels in Norwegen mit einfachen Mitteln selbst zubereiten mussten. Wir haben mit ihm gesprochen.

DU&ICH-online: Warum genau eine Herausforderung?

Tobias: Ich war noch niemals zuvor länger als eine Woche von meinem Freund getrennt, mit dem ich seit dreieinhalb Jahren zusammen lebe. Ich war zwar mal ein paar Tage weg, aber länger noch nie.

Und nun gleich mehrere Wochen!

Die erste Zeit habe ich ihn richtig vermisst, vor allen Dingen beim Schlafen. Beim Einschlafen war er eben nicht da. Wir haben ja alle nebeneinander in einem großen Raum geschlafen.

Dein Freund hatte zum Glück nichts dagegen.

Bei Big Brother war das anders, dort wollte ich mich auch mal bewerben. Da hat er gedroht, sollte ich das machen, würde er mich verlassen. Bei der Farm hat er gar nicht erst erwartet, dass ich genommen werden würde, und so war es für ihn okay.

Ihr hattet nur ein Plumpsklo …

Das war eine Katastrophe. Man ist bloß gegangen, wenn es wirklich sein musste. Wir haben am Anfang wirklich überlegt, ob wir überhaupt aufs Plumpsklo wollen oder ob wir in den Wald gehen. Das ist dann aber auch kein wirklich großer Unterschied mehr.

Was habt ihr dort gegessen?

Fast nur Kohl und Kartoffeln, einmal gab es Huhn oder Schwein, die lebten ja bei uns. Einen Supermarkt gab es nicht. Es war immer zu wenig, aber gesund, und für die Figur war das richtig gut. Ich habe zehn Kilo abgenommen!

Und du hast viel gelernt?

Ja, ich kann jetzt mitreden, wenn meine Großeltern von früher erzählen. Wie es damals war, das ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Und ich hab echt tolle Leute kennengelernt. Die Elke ist meine Busenfreundin geworden. Wir telefonieren jeden Tag. Wir haben uns gesucht und gefunden.

Über Elke hast du als einzige nie gelästert.

Nein, nie. Nur über alle anderen gab es immer etwas. Hofi hat mich wahnsinnig gemacht. Nicht wegen seiner Krankheit, sondern weil ich ihn so langweilig fand. Und alle anderen, außer Elke, kamen auch mal dran.

War einer der Jungs dein Typ?

Nein, überhaupt nicht! René und Markus mag ich als Bekannte, mit denen kann man weggehen. Aber Hofi oder Sandsack (Marko wollte, dass man ihn so nennt), die sind gar nicht mein Fall.

Interview: Deniss Wilde


Die Farm | sonntags 19.05 Uhr | RTL 

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