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Erfolg! Iranische Schauspielerin Kiana Firouz wird nicht abgeschoben
Eine Online-Petition für ihren Verbleib in Großbritannien hatten innerhalb von zwei Monaten mehr als 45.000 Menschen unterzeichnet

DU&ICH 27.6.2010 • Die in Großbritannien lebende iranische Schauspielerin, Kiana Firouz (Foto), wird vorerst nicht in ihr Heimatland abgeschoben. Mitte vergangener Woche wurde der erneute Asylantrag angenommen, womit die Lesbe zunächst fünf Jahre bleiben darf. Danach wird ihr Fall erneut geprüft.
Firouz war vor zwei Jahren als Studentin nach London gekommen. In der Zeit hatte der iranische Geheimdienst Filmmaterial von einer Dokumentation gefunden, die Firouz heimlich über Homosexuelle in Teheran gemacht hatte. Ihr Asylantrag war mit der Begründung abgelehnt worden, sie könnte ihre Homosexualität in ihrer Heimat verbergen. Ihre Rechtsvertreter befürchteten, dass Firouz' Fall als Exempel statuiert werden sollte. Im Iran droht ihr die Todesstrafe.
Das britische Innenministerium hatte ihren Antrag zunächst abgelehnt. Seitdem musste die 27-Jährige jederzeit damit rechnen, das Land verlassen zu müssen. Doch vor allem im Internet hatten sich Unterstützer für Firouz stark gemacht. Eine Online-Petition für den Verbleib Firouz' in Großbritannien hatten innerhalb von zwei Monaten mehr als 45.000 Menschen unterzeichnet. (du-und-ich.de berichtete)
„Dank Menschenrechtsaktivismus hat die Menschenrechtspolitik einmal mehr gewonnen – und ein ein weiteres Leben ist vor Verfolgung sicher“, sagten die Vorsitzenden der internationalen Menschenrechtsgruppe „EveryOne Group”, Roberto Malini, Matteo Pegoraro und Dario Picciau, in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Firouz' Geschichte wurde in dem Film „Cul de sac” verfilmt, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt und der vor wenigen Wochen seine Premiere gefeiert hat. In dem Film wird die Frau letztlich abgeschoben – die Wirklichkeit scheint nun, zumindest vorerst, ein Happy End vorzusehen. (nam)







