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„Redwoods” ist ein leiser Film voller Poesie
DU&ICH • Erst denkt man: Ach nee, noch so ein typischer amerikanischer Schwulenfilm! Ein Paar hat sich nach sieben Jahren auseinander gelebt und dann geht der eine eben fremd, weil was fehlt …
Hier aber ist es anders, erfreulicherweise. Everett (arg schüchtern) und Miles (arg geschäftstüchtig) sind kein normales Paar, denn sie haben das Sorgerecht für Sohn Billy, kein einfaches, weil autistisches Kind. Sie schlagen sich halt so durch.
Doch eines Tages fragt ein Typ nach dem Weg ins Hotel, der Schriftsteller Chase will ein paar Sommertage in der idyllischen Landschaft von Nordkalifornien mit all den vielen uralten Mammutbäumen arbeiten. Wie sich Everett und Chase langsam annähern ist sehenswert und eine Wucht, auch weil hier alles anders erzählt wird als erwartet. Kein Happy End, kein schmalziger Soundtrack, keine Allüren – keine großen Dramen, nur lauter kleine. Ein leiser und poesievoller Film von David Lewis, der einen umhaut, der einen lachen und weinen lässt, wenn man sich drauf einlassen kann und will. (ah)
Redwoods (USA 2009) | Pro-Fun








