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CSD in Magdeburg - Stadt lehnt Unterstützung ab
Stadtrat behauptet, es gebe hier keine Diskriminierung
Landeshauptstadt Magdeburg. Diskriminierung? Gibt es hier nicht. Foto: MMKT GmbHDU&ICH 13.8.2010 • Der diesjährige Magdeburger CSD, der vom 14.-22.8. stattfindet, wird von der Landeshauptstadt nicht unterstützt. Dies ist die Konsequenz eines Antrags, den die Fraktionen der Linken und der Grünen im Magdeburger Stadtrat eingereicht hatten, der jedoch abgelehnt wurde. In der Sitzung vom 24.6.2010 baten die entsprechenden Fraktionen die Stadt, die Veranstaltungen sowie das Straßenfest zu unterstützen. Außerdem beantragten sie, die Regenbogenflagge am Magdeburger Rathaus zu hissen. Die Fraktionen von SPD, FDP und CDU lehnten den Antrag jedoch mehrheitlich ab.
SPD-Fraktionschef Hans Dieter Bromberg begründete die Ablehnung seiner Partei mit den Worten: „Wer das öffentliche Leben in unserer Stadt, und besonders in unserer Stadt, aber auch in Deutschland insgesamt mit offenen Augen sieht, der weiß, dass das, was mit diesem Antrag bezweckt werden soll, ja eigentlich gegeben ist. Es gibt keine Diskriminierung.“
Vor dem Hintergrund zahlreicher homophober aber auch rassistischer Überfälle in der Landeshauptstadt wirkt diese Aussage wie „ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich in Magdeburg für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transgender einsetzen“, so Sören Herbst, Fraktionsmitglied der Grünen im Stadtrat. Er erklärt weiter: „Die Aussage, es gäbe in Deutschland keine Diskriminierung von Menschen mit anderen sexuellen Orientierungen, offenbart ein tragisches Maß an Unwissenheit über die Realität in unserer Stadt und unserem Land.“
mit
CSD Magdeburg, 14.-22.8.







