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7. Konferenz des Queer Football Fanklubs „ein voller Erfolg“
(Foto QFF)DU&ICH 8.9.2010 • Vom 3.-5. September nahmen 70 Mitglieder in Hamburg am 7. Treffen des Dachverbandes der schwul-lesbischen Fußball-Fanklubs „Queer Football Fanklub“ (QFF) teil. Vom ansässigen Fanklub Queerpass St. Pauli organisiert, feierten zwischen den Diskussionen und Entscheidungen 16 deutsche, drei Schweizer und ein spanischer Fanklub den 100. Geburtstag des FC St. Pauli und dessen Aufstieg in die 1. Bundesliga. Darunter auch der schwule Ex-Präsident des Gastgeber-Fußballclubs Corny Littmann.
„Wir gehen Trippelschritte“, sagt QFF-Sprecher Dirk Brüllau im Interview mit du-und-ich.net. „Es wird noch Jahre dauern, bis es in der Kurve vernünftig ist.“ Trotzdem hat die Konferenz nach seiner Meinung einen Schritt nach vorn bewirkt.
Größter und wichtigster Inhaltspunkt war eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Jung, Homosexuell und Fußballspieler – geht das?“ Dazu waren Vertreter von SV Werder Bremen, FC St. Pauli, des Hamburger Sportvereins und der Geschäftsführer vom Hamburger Fußballverband geladen. Diese waren sich einig, dass „das Thema mehr in die tägliche Arbeit der Vereine einfließen muss.“ Diese Notwendigkeit wird deutlich, als einige dieser Vertreter zugaben, dass sie derzeit gar kein Konzept haben und sogar blindäugig behaupten: „Sowas gibt es bei uns nicht.“ Brüllau entgegnete zurecht, dass es schwer sei, sich in den Kreisen zu outen und es deshalb so erscheint, als wäre es kein Problem. Ein konkretes Ziel beinhaltet mehr Aufmerksamkeit auf das Thema beim Nachwuchs zu forcieren. Die Vertreter wollen das in ihren Vereinen auf jeden Fall weiter verfolgen. Gut so.
Eine weitere erfreuliche Nachricht war die Aufnahme des inzwischen 21. Fanklubs in das europäische Netzwerk: „Andersrum-Auf-Schalke“ – dem 1. Diversity-Fanklub der Königsblauen aus Gelsenkirchen darf gratuliert werden. Und dass es in der Woche vom 15.–23.11. den ersten „Tag gegen Homophobie“ in deutschen Stadien geben wird, ist auch dem QFF zu verdanken.
Zum Ende der Konferenz schlussfolgerte Dirk Brüllau: „QFF wächst weiter, wird mit nahezu 900 Mitgliedern immer stärker und wird gemeinsam mit anderen Fangruppierungen weiter Druck auf Vereine und Verbände ausüben, damit die Diskriminierung Schwuler und Lesben in europäischen Stadien keine Chance mehr hat.“
Nico Lehmann







