Paula Winkler: „the tunte in me is the tunte in you”

Die Berliner Fotografin setzt den Gender-Diskurs optisch in Szene
„Tunten auf der Bühne kennen wir wahrscheinlich alle. Aber Tunten in häuslicher Umgebung vielleicht nicht”, sagt Paula Winkler über ihre wunderbare Fotoserie „the tunte in me is the tunte in you”, aus der wir hier einzelne Arbeiten präsentieren dürfen. „Ich habe den Glamour der Nacht von der Bühne geholt und in das Wohnzimmer verlegt. Denn Inszenierung von Geschlechtlichkeit findet ja auch nicht nur auf der Bühne statt”, erläutert die Fotografin ihr Konzept. Schon seit einigen Jahren interessiert sich die Künstlerin für den Gender-Diskurs, speziell für die Rolle der visuellen Repräsentation von Identitäten in diesem Kontext. „Bei mir finden hier neben den herkömmlichen Queens auch Bio-Queens ihren Platz, denn wer sagt, dass Tunten immer schwule Männer sein müssen?”
1980 in Ostberlin geboren, mit der Familie im Sommer 1989 nach Westberlin geflohen, nach dem Abitur verschiedene Auslandsaufenthalten, absolvierte in ihrer Heimatstadt eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin, danach Studium Fotografie und Medien an der Fachhochschule in Bielefeld, lebt und arbeitet Paula Winkler wieder in Berlin. Die Fotostrecke „the Tunte in me is the Tunte in you” entstand innerhalb von zwei Jahren in Berlin und Hamburg. Paula Winkler ist involviert in das queere Hamburger Magazin Hugs and Kisses (mehr zum Magazin in der nächsten Printausgabe von DU&ICH). (ah)









