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TEDDY and ELSE went to ... Queere Berlinale-Filmpreise verliehen

du-und-ich.net 19.2.2012 • Genau 47 Filme mit queerem Bezug waren dieses Jahr bei der Berlinale zu sehen und somit im Rennen um einen TEDDY oder die ELSE, dem Preis der Leserinnen- und Leserjury von SIEGESSÄULE, unserem queeren Partnermagazin aus Berlin. Auf der TEDDY-Gala wurden die Gewinner gekürt.
Den Spielfilm-TEDDY gewann „Keep the lights on“, ein Film über Leben, Liebe und Beziehungsfragen in New York, der laut Regisseur Ira Sachs Mut machen soll, offen zu sich selbst zu stehen.
Den TEDDY für den besten Dokumentarfilm bekam „Call me Kuchu“ von Katherine Fairfax Wright und Malika Zouhali-Worrall – ein Dokumentarfilm über den letztes Jahr in Uganda brutal ermordeten schwulen Aktivistien David Kato. Über ein Jahr lang begleiteten ihn die Filmemacherinnen, nicht ahnend, wie kurz sein Leben noch sein würde. Die Dankesrede der beiden war einer der berührendsten Momente der Gala, zwischen Weinen und Lachen erzählten sie von der Begegnung mit David und der lebensbedrohlichen Lage von Homosexuellen in Uganda.
Der TEDDY für den besten Kurzfilm ging an den Film „Loxoro“ von Claudia Llosa, der die spezielle Lebenssituation von transsexuellen Frauen in Peru, anhand einer Suche von Makuti nach ihrer sozialen „Tochter“ Mia beleuchtet.
Zwei Special TEDDYs gab es außerdem fürs Lebenswerk: Sie gingen an die US-amerikanische Drag Queen Mario Montez, die mit Jack Smith und Andy Warhol filmte – und die alle Genres und Grenzen sprengende Filmemacherin Ulrike Ottinger („Freak Orlando“, „Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse“, „Unter Schnee“). Darüber hinaus verlieh die Jury dem Fim „Jaurès“ von Vincent Dieutreden den TEDDY Jury Award.
Den Publikumspreis ELSE konnte der absurd-komische, ja wahnwitzige Film „Parada“ gewinnen, der einen Ex-Söldner und Nationalisten zum Helfer der Gay Pride Organisatorinnen in Belgrad macht. In Serbien wurde der Film bereits von über 500.000 Menschen gesehen. Regisseur Srdjan Dragojevic zeigte sich dann auch zuversichtlich, dass sein Film dazu beiträgt, den Hass gegenüber Homosexuellen und Trans* zu verringern und diesen Sommer einen gelungenen Gay Pride in Belgrad zu veranstalten. Ausdrücklich lud er ein, diesen zu unterstützen und nach Belgrad zu kommen.
(gf)




