Aktuelles Heft
Tabu auf dem Weihnachtsmarkt
Harte Nüsse: Das ganze Jahr über begeistern Rummelplätze die Leute – und erst recht zum Fest. Ein Job für echte Kerle und harte Männer! Aber schwule Schausteller? Es gibt mehr, als man vermutet
Seiten 32/33 aus dem Heft, die Aufmacherseiten zum Report von Norbert Kieseweter über schwule SchaustellerDer Beginn der Recherche verläuft erst viel versprechend. Aber als das Nürnberger Herbstvolksfest 2011 im vollen Betrieb läuft, bekommen einige Protagonisten kalte Füße. Obwohl sie „offen“ schwul leben, entstehen Bedenken, sich in einem schwulen Magazin zu zeigen. Nicht einmal anonym. Erschwerend kommt hinzu, dass einige ungeoutete Kollegen ein Doppelleben führen. Perfekt organisiert mit Heterofamilie, damit die Verwandtschaft nicht merkt, wie sie wirklich fühlen.
Schwule Männer gelten intern als zu weich für den harten Umgangston und die Arbeit auf dem Festplatz. Aus den traditionellen, eher regional umherreisenden Schaustellerfamilien bildete sich im Lauf der Jahrzehnte eine Art Festplatz-Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt, auch wenn der Rummelplatz noch so groß ist. Ein Teufelskreis für viele schwule Kerle, ohne Ausweg aus der langjährig aufgebauten heilen Scheinwelt. Zu tief sitzt die Angst vor Konsequenzen der Gemeinschaft. Doch manche schaffen mit viel Mut und Kraft den Ausbruch …
Der ganze Text von Norbert Kiesewetter findet sich in DU&ICH, Printausgabe Dezember 2011/Januar 2012!






