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Immer mehr Bareback-Filme: Ohne Gummi, ohne Moral
Denn die meisten Konsumenten wollen eben Sex lieber ohne Gummi sehen. Unser Autor, selbst Barebackproduzent, sieht sich angefeindet von Gutmenschen und ärgert sich über die weit verbreitete Heuchelelei

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Es ist immer leicht, agitatorisch zu behaupten, die bösen Bareback-Produzenten würden die armen Darsteller ausnutzen. Jeder Darsteller in Europa und Amerika hat die Wahl – es gibt genügend Produktionen.
Nehmen wir das Beispiel Tschechien als „Brutstätte“ des europäischen Bareback-Business: Hier gibt es circa 50 Darsteller im engeren Zirkel, die beständig für etwa fünf bis zehn Studios arbeiten. Diese Darsteller bestimmen den Preis und die Konditionen. Täglich wird irgendwo gedreht. Das heißt, der Darsteller hat die Wahl, wo, wann und unter welchen Konditionen (mit bzw. ohne Kondom) er drehen möchte. Mir ist schon sehr oft passiert, dass ein Darsteller kurzfristig für ein Booking abgesagt hat, bei dem er mit Kondom hätte arbeiten müssen, weil er für nur wenige Euro oder Kronen mehr bei einer Bareback-Produktion zugesagt hat. Und dies vor dem Hintergrund, dass ein guter und beliebter tschechischer Pornodarsteller weit mehr verdient als etwa ein Chefarzt im Krankenhaus, ein Universitätsprofessor oder Abgeordneter im Parlament.
Es liegt also an den Darstellern selbst, sich für eine Bareback- oder eine Kondom-Produktion zu verpflichten; von beidem gibt es genug. Somit sollte man Abstand nehmen von der populistischen Argumentation, dass immer die armen Jungs mittels Bareback ausgebeutet werden.
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Nur in der Printausgabe April/Mai 2012 könnt ihr den ganzen Text und auch andere Texte zum Thema lesen – und mitdiskutieren!











